Bericht zum Meistertitel der U14

30. April 2017.: u14 Wildcats Schiers ist Schweizermeister!

Am Finalturnier in Rotkreuz – an welchem die besten u14-Teams der Schweiz teilnahmen – konnten sich die Wildcats aus Schiers zum Meister küren lassen. Das Team von Stefan Neuhaus, Christian Joss und Reto Störi spielte sich in einen magischen Spielrausch und zeigte schönes und erfolgreiches Unihockey auf höchstem Niveau dieser Stufe. So wurden grosse Unihockeyakademien der Schweiz richtiggehend dominiert und bezwungen. Im speziellen und sehr interessanten Modi mussten die Schierser ausschliesslich gegen schwierige Gegner spielen. Aber alles der Reihe nach…

Meisterschaft:

In der Meisterschaft der Gruppe 3 belegten die Juniorinnen und Junioren von Schiers noch den zweiten Schlussrang. Hinter Felsberg-Ems, aber vor starken Teams wie bspw. die u17 von Piranha Chur, Chur Unihockey oder Sarganserland. 39 Punkte schauten in 16 Spielen heraus, 13 Siege und 3 Niederlagen. Die Jugendlichen verbesserten sich stetig und viele Spieler schafften dank guten Trainings den Sprung ins u16-Kader oder auch in die Auswahlen der u13 oder u15 Graubündens.
Dieser zweite Rang war auch das Ziel des Teams, im Wissen, so an der Finalrunde in Rotkreuz qualifiziert zu sein.

Finalturnier:

In Rotkreuz warteten 15 Teams auf die Wildcats aus Schiers. Bekannt war bei diesem speziellen Modus (ähnlich Schachturnier oder Schwingfest) nur der Auftaktgegner.
Spiel 1, Samstag, 10:05: Man erhielt einen gesetzten Gruppensieger einer Projektgruppe: Oberwil aus dem Baselgebiet (ein unbekannter, nennen wir ihn mal Schwinger Laimbacher Philipp). Sie wiesen vor dem Spiel eine unglaubliche Bilanz von 12 Spielen, 12 Siegen und einer +-Bilanz von 62 Toren auf! Es war in der ersten Halbzeit (Spieldauer jeweils 2×20, 5 Minuten Pause, die letzten drei Spielminuten effektiv) ein Schlagabtausch, in welchem Oberwil glücklicher agierte und in Führung ging. Doch die Wildcats konnten nach der Pause reagieren und siegten nicht zuletzt dank der starken Torhütern mit 5:3. Die Oberwiler bezeichneten sich anschliessend als Wildcats-Fans und unterstützten die Prättigauer auf dem Weg zum Titel je länger das Turnier dauerte. Herzlichen Dank!
Dieser Auftaktsieg war enorm wichtig um sich im Setztableau vorne einzureihen.
Spiel 2, Samstag, 12:50: Nächster Gegner, ebenfalls ein Gruppen-Siegerteam: Waldkirch-St.Gallen (vielleicht mit Sempach Matthias zu vergleichen, ebenfalls mit Titel geschmückt). Seinerseits an der CH-Meisterschaft der Vollmeisterschaften noch zum Meister erkoren. Doch die Wildcats kamen in Fahrt, hatten Spass an der Sache und schickten die Grünen mit einer 6:2-Packung in die Garderobe. Es war eindrücklich, wie die wilden Katzen auftraten. Alle blau-weiss gekleideten Akteure (und die Akteurin Angelina, welche im Tor grossartige Leistungen zeigte) waren den grünen St. Gallern in jeder Hinsicht überlegten. Verdient gewonnen.
Langsam wurden die Prättigauer-Truppe (natürlich mit allen spielberechtigten u16-Cracks und drei Spielern von Partnerteam Malans angetreten, aus Abwesenheitsgründen, Ferien und so weiter) in Rotkreuz als ernsthafter Kandidat wahrgenommen. Schiers lag auf dem 3. Rang und es wurde der zweitplatzierte Lokalmatador Zugerland zugelost.
Spiel 3, Samstag, 15:50: Dieses Zugerland (könnte Käser Remo, grosses Talent aus dem Bernbiet sein) – ebenfalls eine Akademie aus mehreren Vereinen – gewann ihre Quali-Gruppe klar (mit Teams wie Köniz oder Wiler-Ersigen. 12 Spiele – 12 Siege, Torverhältnis von +-137!). Und ihre Auftaktspiele gewannen sie gegen Kloten und Uri souverän. Und wow, diese Zuger sind wirklich stark. Da wächst etwas heran. Die besten Spieler aus mehreren Vereinen des Zugerlandes vereint. Zu stark für die Wildcats? Die Zuger spielten schönes Unihockey, liessen den Ball gekonnt zirkulieren. Doch die Prättigauer warteten schlitzohrig auf Fehler des Lokalmatadoren um ihm ein Bein stellen zu können. Und immer wieder wurden solche Fehler eiskalt in Tore umgemünzt. Plötzlich stand es 7:1 für Schiers! Zugerland versuchte alles und kam noch auf 7:5 heran, in Gefahr war dieser Sieg aber nie.
Nun standen die Wildcats auf Rang 1 auf der Setzliste. Grosse Teams wurden bezwungen. Jetzt galt es die Energiereserven wieder aufzufüllen. In Zug gab es Pizza oder Chicken Nuggets (für Juniorinnen und Junioren in diesem Alter Motivation pur :lol: ). Die Stimmung natürlich hervorragend. Um 23:00 war Schlafenszeit in der Zivilschutzanlage in Zug. Am Sonntag um 12:00 Uhr würde das grosse Wiler-Ersigen warten.
Am Sonntag gab es ein vom Präsidenten This Störi gesponsertes Frühstück. Herzlichen Dank dafür.
Nun galt der Fokus dem vierten Gang. SV Wiler-Ersigen (Abderhalden Jörg höchstpersönlich und als er noch in Höchstform war, langjähriger Dominator).
Spiel 4, Sonntag, 12:00: Wiler Ersigen wurde von den Prättigauern an die Wand gespielt, zumindest spieltechnisch, leider nicht resultatmässig. Chance um Chance wurde von den Schierser verscherbelt. Man haderte mit dem Pech und den Schiedsrichtern. So mussten die Schierser einem 0:3-Rückstand nachrennen. Coach Stefan Neuhaus nahm zehn Minuten vor dem Ende das Time-out und versicherte seinem Team, dass das Glück von Wiler aufgebraucht sei und nun unsere Stunde schlagen würde. Strafen beider Teams brachten die Entscheidung. Bei 4 gegen 4 Feldspieler entschied sich Neuhaus die fantastisch haltende Torhüterin Angelina durch einen Feldspieler zu ersetzen. Es wirkte: 1:3. Noch gut acht Minuten zu spielen. Bully gewinnen, Torhüterin raus, Bamm, 3:2. Die Halle bebte, unglaublich was abging. Wiler nahm ihr Time-out und die Wildcats-Augen glitzerten wieder. Wiler wurde dominiert und der Ausgleich wenig später verdient erzielt. Im Wissen, ein Punkt sei für Schiers bei diesem Modus wie ein Sieg, wurde nicht mehr alles riskiert. So endete das Duell also gestellt, was hervorragend war für die Prättigauer und damit Wiler quasi aus dem Turnier schoss.
Dank diesem Resultat erspielte man sich den Schlussgang. Die Akademie aus Erlen-Thurgau (Glarner Matthias könnte passen, aber sollten wir Armon Orlik sein, galt es die Geschichte umzuschreiben) musste für den Turniersieg bezwungen werden. Vorher entschied man sich, dem Rummel in der Halle zu entfliehen und am nahe gelegenen Zugersee die Sonne zu geniessen. Knapp zwei Stündchen dösen, erholen und fokussieren auf das, was kommen mag.
Spiel 5, Schlussgang, Sonntag 16:15: Die Bünder aus Schiers wussten längst, dass sie eigentlich unbezwingbar sind. Alles stimmte, man fühlte die Magie in der Luft, jeder war bereit, für einander alles zu geben. Alle wollten diesen Sieg so sehr. Schiers spielte auf diesem Niveau unglaublich schönes Unihockey. Kurz gesagt: Thurgau hatte keine Chance. Und mit besseren Ringrichtern, äh sorry, Schiedsrichtern, wäre der Sieg noch höher ausgefallen. 6:3 siegten die Bünder, es hätte aber auch viel deutlicher sein können.
Das Team feierte den Sieg ausgelassen – Meister, Schweizer Meister – hallte es durch die Halle. Ein grosser Sieg, für ein grosses Team, aus einer kleinen Region, an einem grossen Turnier. Herzliche Gratulation!

Fazit/Ausblick

Den Teammitgliedern wird dieses Wochenende noch lange in Erinnerung bleiben. Es stimmte einfach alles. Das Gefühl des «unschlagbar seins» fühlte sich so gut an und muss einfach süchtig machen. In diesem Team sind grossartige Unihockeypieler/innen und extrem gute Persönlichkeiten. Die Zukunft gehört euch! Macht weiter so.
Es war so schön, die Anerkennung von grossen Teams wie Wiler, Thurgau, St. Gallen etc. zu erhalten, dass Schiers der absolut richtige Sieger sei. Das Prättigau darf stolz auf diese Truppe sein und Alligator, Graubünden und die Schweiz darf sich auf eine goldene Generation freuen!
Ein riesiges Dankeschön an den Staff (Reto Störi, welcher Christian Joss ersetzte am Turnier und eine unglaublich grosse Hilfe war, einfach an geila Siach Reto). Natürlich auch Christian, der so viel tolle Arbeit mit dem Team während der Saison machte und ein grosses Wildcats/Alligator-Herz besitzt.
Dann soll das ganze u16-Team erwähnt werden. Schon früh konnten wir diverse Spieler aufgrund grosser Leistungssteigerung in die u16 abgeben. Dort konnten sich die Jungs perfekt entwickeln. Ein ganz grosses Kompliment an den Staff dieses Teams, ohne euch wäre dieser Erfolg mit der u14 nie möglich gewesen. Natürlich sollen auch alle Trainer der vergangenen Jahre erwähnt sein, welche die jetzigen Schweizermeister in ihrer Entwicklung begleitet und mitgeformt haben.
Auch ein grosser Dank an die Eltern und dem Verein/Vorstand für all das Vertrauen und die Unterstützung. Wir konnten es mit einem grossen Sieg verdanken!

Ich selber konnte einen grossen Abschluss feiern mit unglaublich tollen Charakteren. Es war mir eine Ehre, euch coachen zu dürfen. Ich hoffe, so viele wie möglich wieder in der u15 oder u13 Graubündens trainieren zu dürfen. Und sonst bin ich mal als Fan auf der Tribüne von euch.
Wir sehen uns, geniesst die Pause und geniesst es, euch Schweizer Meister nennen zu dürfen!
Wer ist Schweizer Meister? Genau, die Wildcats aus Schiers! Tönt doch ganz gut und macht Lust auf mehr…
Stefan Neuhaus

Team Saison 16/17: Veli Basan, Martin Auer, Severin Bebi, Bodo Lerch, Nathanael Schnell, Varun Yoganathan, Armin Schmid, Dario Kälin, Lori Schoch, Maurin Klesse, Flurin Bärtsch, Angelina Juon, Joel Winzer, Eric Caicedo, Loris Bärtsch, Jan Flütsch, Jamin Voellmy, Jamie Britt, Levi Walser, Silvester Owusu, Störi Matthias, Gregory Schlittler, Dario Riederer, Lukas Bertoli, Ursin Beeli, Gino Vasella, Gabrijel Filipovic

Coaching-Staff: Stefan Neuhaus, Reto Störi, Christian Joss

 

Die Fotos

Rangliste definitiv U14

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Der Film